Bezugnehmend auf die achsosinnige Frage von W.D. bei der Noko Seefeld, was(!) Martina sei (really, das hieß „Was, bitte, isch Martina“) hier ein kleiner Erklärungsversuch.
Martina ist Martina. Martina ist (neben Megan und außer dem FC Bayern) die große Liebe meines Lebens, mein Ein und Alles. Falls es Liebe auf den ersten Blick gibt, dann ist es das, was mich mit ihr verbindet. Von dem Augenblick an, in dem sie in mein Leben trat, hat sich dieses grundlegend verändert. Ich habe da Charaktereigenschaften an mir kennengelernt, von denen ich nie wußte, daß ich sie habe, Seiten an mir entdeckt, die bis dahin sogar mir verborgen waren. Es hat sich einfach alles geändert, meine Einstellungen zu vielem, meine Ansichten – mein Leben. Ich bin überlegter geworden, schließlich muß/will ich ja ein Vorbild für „meine Große“ sein. Ich bin vorsichtiger geworden in allem, damit, so paradox das klingt, ihr nichts passiert. Denn die Vorbildwirkung, das Vorbild-Sein, hat perfekt hingehaut – ich bin ihr Idol, und was ich mache, das findet sie grundsätzlich toll und nachahmenswert. Und: mein Wort hat bei ihr Gewicht. Wo andere, auch die eigenen Eltern, oft scheitern, bei mir langt ein Wort, ja, manchmal sogar nur ein Blick, sie tut es. Was uns verbindet, das ist etwas ganz eigenes, unbeschreibliches. Auch wenn sie „nur“ die Tochter meines Cousins irgendwievielten Grades ist, ich offiziell als ihre Tante „geführt“ werde – ich liebe sie, als wäre sie mein eigenes Kind, mit jeder Faser meines Herzens. Und ich glaube kaum, daß ich, sollte ich mal eigene Kinder haben (wonach es derzeit nicht im entferntesten aussieht) diese noch mehr lieben könnte, als ich Martina liebe. Für sie würde ich so ziemlich alles tun, auf alles, was mir lieb und teuer ist, verzichten. Sollte der Fall eintreten, daß – Gott möge das verhindern – sie aus irgendeinem Grund allein ist, bzw niemand mehr hat – ich würde alles, alles, alles hintenlassen, um nur noch für sie dazusein, für sie zu sorgen, alles zu tun, daß sie nicht in ein Heim oder sonstwas muß. Ich weiß auch, obwohl ich innigst hoffe und darum bete, daß das nie eintritt, ich würde es schaffen. Aus Liebe. Man sagt doch, Liebe kann alles, aus Liebe schafft man alles. Ja, es stimmt, Martina, ist wie eine Tochter für mich – und als solche wird sie auch manchmal angesehen, was mich immer mit viel Stolz erfüllt. Gleichzeitig hab ich auch das seltene Vorrecht, die besondere Ehre, ihre beste Freundin zu sein – mir vertraut sie alles an, was sonst niemand weiß. Und das Gefühl, wenn ich sie nach langer Zeit mal wieder sehe, das in mir hochsteigt, wenn sie mir um den Hals fällt, alles ringsum vergessend, einfach schön. Ich gebe zu, und ich stehe dazu, es fällt mir heut noch schwer, von ihr Abschied zu nehmen... früher, als sie noch kleiner war, da hat sie geheult, und auch heute noch kämpft sie mit den Tränen – und ich, ich spiel halt die Tapfere, um es ihr nicht noch schwerer zu machen. Ich hab sie großwerden sehen, ich hab ihre Windeln gewechselt, sie gebadet, die Kämpfe ausgestanden, wenn sie nicht aus dem Bad wollte, ihr den Unterschied zwischen Papa und Onkels beigebracht (sie hat jeden Mann als Papa bezeichnet, bis ich kam), sie zum Schlafen überredet, wenn sie das nicht wollte, mit ihr Kommissar Rex geschaut und sie dabei vor Szenen, die für 2jährige nicht geeignet sind, beschützt, sie gefüttert und mit ihr Kinderpasta gegessen, bin mit ihr unzählige Male zum Hund gegangen, um mit diesem zu spielen, ich hab mir von ihr vorlesen lassen, als sie anfing, Schule zu gehen und einen bereitwilligen Mensche für die Leseübungen suchte, mit ihr Hausaufgaben gemacht, Puppen angekleidet, Puzzle gespielt, usw... dabei ist im Laufe der letzten 10 Jahre, eben diese immer inniger werdende Verbindung entstanden, diese abgrundtiefe Liebe, die in dem Augenblick entflammt ist, als sie auf die Welt kam, und ich schlagartig „erwachsen“ wurde – und die sich über die Jahre, das Jahrzehnt nun schon, hinweg immer intensiviert hat.
Das alles, Herr Denifl, und noch viel viel viel unausgesprochenes (denn Gefühle kann man nie beschreiben) mehr ist Martina!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen