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Dienstag, 23. Februar 2010

Mal was Ernsteres

Diesmal, liebe LeserInnen, ein Blog, der sich, abseits von meinem sonst teilweise ironischen bis zynischen Geschreibsel, mit einem ungleich ernsten Thema beschäftigt. Einem Thema, das in unserer angeblich ach-so-toleranten Gesellschaft aus welchen Gründen auch immer totgeschwiegen und überhaupt nicht toleriert wird -> Homosexualität. Es ist unfaßbar, daß es immer noch Menschen gibt, ja sogar jüngere bzw solche aus sogenannten "höheren Bildungsschichten", die damit ein offenkundiges Problem haben, die das als abnormal bezeichnen. Dazu: Was, bitte, ist normal? Wo steht geschrieben, daß ein Mann nur eine Frau lieben darf und nicht umgekehrt? Warum akzeptieren wir Mörder und Kinderschänder als Menschen, lehnen aber Personen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ab? Das kann und darf doch einfach nicht wahr sein. Wo bleibt hier die vielgepriesene Toleranz? Das "Wir sind alle Menschen" -Denken?


Warum schaffen es unsere ach-so-tollen Rechtsstaaten zwar, für Kinderschänder eine minimale Strafe für Mord an unschuldigen Wesen, die sich nicht mal wehren können, im Gesetz zu verankern (zB Fall Luca), aber nicht, den gleichgeschlechtlichen Paaren ein Leben zu ermöglichen, einen Rechtsschutz, der den heteros selbstverständlich offensteht?

Warum muß sich ein homosexueller Fernsehmoderator rechtfertigen für seine Beziehung? Mir wäre nicht bewußt, daß zB ein Thomas Gottschalk je in der Öffentlichkeit hätte sagen müssen, warum er seine Thea liebt und nicht wen anderen? Warum verliert ein Schlagerstar, der nicht auf Frauen steht, soviele Fans? Und bringt das Heile Welt Denken dieser Szene so ins Wanken? Was, bitte, ist unheil, wenn ein Mann einen Mann liebt oder eine Frau eine Frau? Und vor allem: Was bitte ist schlimmer? Jemanden zu lieben, der zufällig nicht vom Gleichen Geschlecht ist, oder, nur um in der Öffentlichkeit gut dazustehen, aus Angst, aus sonstigen idiotischen Gründen, scheinheilig mit wem andersgeschlechtlichen "zusammen" und dabei bis aufs tiefste unglücklich zu sein?

Warum müssen sich Homosexuelle vor wüstesten und obszönsten Beschimpfungen fürchten, während charakterlich oftmals schlechtere Menschen ungeschoren davon kommen, nur, weil sie zufällig "richtig" lieben? Und das alles im 21 Jahrhundert? Manchmal kommt mir das ganze echt vor, wie tiefstes tiefstes Mittelalter. Schon die Erklärung der UNO-Menschenrechte schreibt "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Warum ist es so schwer, dies auch wahrzumachen???

Wie kann es sein, daß man heute noch sich verantworten muß, wenn man Homosexualität gegenüber aufgeschlossen ist und diese nicht verurteilungswürdig findet? Wie ist das alles möglich???

Was bitte krankt an unserer Gesellschaft???

Ich finde St Paulis Präsident (oder welche Funktion er auch immer hat), conny Littmann bewunderungswürdig für seine Äußerungen. Und gleichzeitig ein schönes Beispiel dafür, daß es sehr wohl geht, das zu tolerieren. Oder auch ein Herr Westerwelle. Einfach Wunderbar. Wäre schön, wenn einige mehrere Menschen das so hinnehmen und akzeptieren können. Wenn endlichmal die Fähigkeiten und der Charakter eines Menschen im Vordergrund stehen und nicht die Neigungen.

Homosexuelle sind auch Menschen!!! Bitte behandelt sie als solche!!!

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