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Mittwoch, 10. Februar 2010

Kleine Erklärung....

Es gibt, da habe ich im Laufe meines Berufslebens genug Berufserfahrung gemacht, 2 besondere Berufsgruppen. Das sind zum einen Außendienstler, zum anderen Sekretärinnen, aka "Vorzimmerschlampen". So differenziert die beiden Branchen auch klingen mögen, eines haben sie definitiv gemeinsam: Sie sind kompliziert und eigen. Sekretärinnen zum Bleis...ääääääääääh, Beispiel: einige wenige sind ja ganz nett und kompetent (letzteres kommt noch seltener vor, als ersteres....), aber die Mehrheit. Ein Schauder für jeden normalen Menschen. Entweder inkompetent oder einfach unerträglich. Die inkompetenten sind nicht in der Lage, einfachste Aufgaben zu erfüllen, bzw wissen sie noch nicht mal, wer genau der Chef ist, bzw wie dieser heißt. Ja, gibt es tatsächlich: "Wer ist denn bitte bei Ihnen Chef" -" Weiß ich nicht." - "Ja, Sie werden doch wissen, wer Ihr Chef ist." - "Ja, der Chef halt." - *Tonfall einer extrem geduldigen Mutter* "Schön, und wie heißt dann der Chef" - "Tut mir leid, aber das weiß ich wirklich nicht". Es gibt auch solche (fragt mich nicht, wo diese AN's aufgegabelt werden, bzw was sich das AMS bei Vermittlung solcher Inkompetenzler denkt), die noch nicht mal wissen, daß es einen Chef gibt. Fallbeispiel: "Wär der Chef zu sprechen" - "Hääääääääää?" -"Der Chef bitte." - "Weiß i nit" - "Der Chef. Sie werden doch sicher einen Chef haben?" - "Äh, des weiß i nit. Da muß i die Kollegin fragen".*tuschel im Hintergrund* "Haben wir einen Chef?"*wieder an Apparat komm "Ja, wir haben einen Chef. Den müssens anrufen". Ähja, das war von Anfang an das Ziel der Aktion...*hüstel*. Teilweise wird frau ja auch von Sekretärin zur Frau gemacht. Unlogisch? Nein, Logisch: "Cheeeeeef, da ist Ihre Frau aus Tirol dran" (mitten in der Salzburger Pampa..[Wals-Siezenheim sag ich nur;)])


Die Unerträglichen sind noch schlimmer. Teilweise so rasend eifersüchtig, wenn frau höflich nach dem Chef frägt, wie es eine eifersüchtige Ehefrau nicht mal auf die Geliebte sein kann...Nicht, daß ich in diesem Bereich Erfahrungen hätte... Diese maßen sich dann auch an, alles besser zu wissen als der Chef ("Den interessiert des nit, des weiß i") ohne eigentlich zu wissen, worum es wirklich geht. Eines der nettesten Kommentare, das ich diesbezüglich je gehört habe, war "Der Chef ist für so wen wie Sie nicht zu haben".. Hey, keine Sorge, ich will den Chef schon gar nicht. Wirklich. Kannst Dir gern behalten. Klar, ich weiß, manche Chefs geben die generelle Order an Sekretärinnen aus, alles und jeden abzuwimmeln, der es wagt, anzurufen... aber eben nicht alle, weswegen das geschulte Ohrwaschel - jaja, sooooo sehr hat mir die Dauerbeschallung auf Höchststufe meines Mp3Players mit aktuell "Tage voller Sonne" und vielen anderen Liedern zuvor, nicht geschadet - das am Tonfall des sekretärischen Gegenübers haargenau herausfiltern kann, ob das Nichtvorhandensein des Chefs nun Fakt oder Fake ist. Es gibt auch noch die Art von Sekretärin, die einem am Telefon versucht, ganz subtil darzulegen, daß frau bei Chef 0 Chancen hat - "Maxi-Schatzi, da ist die eine dran" (eben gehört ;) ) wo das (siehe oben) geschulte Ohr ebenfalls sofort merkt, daß da in der Realität keine Beziehung zwischen den beiden vorliegt.



Ein noch eigeneres Kapitel sind die Außendienstler. Deren Beruf ist es, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, im Außendienst zu arbeiten, was wiederum das Wort "Außen" impliziert und was, wie es eigentlich klar ist, respektive sein sollte, mit Reisen verbunden ist. Seltsamerweise tendieren die meisten Außendienstler aber dazu, grundsätzlich alles negieren und ablehnen zu wollen, was über den Umkreis eines gespuckten Kirschkerns vom eigenen Wohnort entfernt ist. ("Nach Ötz? Hall isch vieeeeel z'weit weg. Hall geaht it" eines VAD's, der in Haiming wohnt, also gefühlte 5 min von Ötz weg..[Für alle Nicht-Tiroler und Tiroler, die des Ötztalerischen nicht fähig sind; Es handelt sich bei diesem Zitat keineswegs um die Stadt Hall, sondern um die Ötztaler Bezeichnung für das Wörtchen "das" - sollte jemand den Satz dennoch nicht entschlüsseln können, darf gern bei mir nachgefragt werden]) Gerne wird dann eine "Elfmeterschußweite" Reise als wahlweise "Tages-" oder gar "Weltreise" bezeichnet: "Waaaaaaaaaaaaaaaaas, i soll echt von Schwaz an den Achensee??Das ist ja eine Weltreise. Das geht wirklich nicht!". Genaugesagt, es handelt sich um ca 20 min Entfernung. Also Weltreise.

Hat sich der Außendienstler dann doch mal überwunden, das heimatliche Bett, äh, sorry, Kaff zu verlassen, um zu Arbeiten, ist es natürlich das Anliegen schlechthin, am Bestimmungsort nicht weiter als, genaugenau, den Kirschkernspucker, reisen zu müssen: "´Waaaaas, i soll von Pinzolo nach Giustino? Was hasch da denn dabei gedacht??" An die defacto 2 Minuten Fahrzeit, lieber Außendienst, denn trotz Deiner Proteste und Argumentationen, mehr sind es nicht. Wirklich nicht.

Hat der liebe Außendienst das dann kapiert, also, daß es das nicht immer spielt, zwischen Bett, Wohnzimmer und Küche hin- und herzutingeln, und es außerhalb der eigenen 4 Wände auch schön sein kann, geht es ans "Eingemachte" die vereinbarten Termine als solches "Möglichst viel" sollen es sein, die, sobald man mal wirklich dicht gedrängtes Programm hat, wieder gelöscht und abgesagt werden müssen, da "viel zu viel" - wir lernen also: Möglichst viel heißt mehr als 1 aber definitiv weniger als 5. Und natürlich, siehe oben, bevorzugt alle im gleichen Ort.

Hat dann, in weiterer Folge der Außendienst wirklich kapiert und nahezu protestlos akzeptiert, daß er wirklich einen Job hat, der mit Reisen verbunden ist, dann wehrt er sich vehement, in der näheren Umgebung des Wohnortes zu arbeiten ("Bitte, ich kann nicht nach Scharnitz fahren, ich wohne ja in Seefeld. Dort kennt mich ja jeder!") und sucht sich entlegenste Orte aus, die er schon längst mal besuchen wollte, welche für die Sparte/Branche, die er repräsentiert, aber denkbar ungeeignet sind. "Niederösterreich. Da Weinviertel und so" - "Da gibt es keine Hotels" - "Aber da will ich hin"*bock* Also gut, da des VAD's Wille sein Himmelreich ist, Weinviertel ohne Hotels mit Protest des VAD's wo die Termine denn blieben und der durchaus nicht wahrhaben will, daß es unmöglich ist, dort, wo es nix gibt, Termine zu vereinbaren (Leider reden die Weingärten noch nicht). Oder zur falschen Jahreszeit in den falschen Ort zu fahren. Kühtai im Hochsommer? Fehlanzeige! Dort ist rein Wintertourismus. Adriaküste im Winter? Schön einsam, würd ich sagen... sehr einsam und garantiert geschäftsträchtig...

Es gibt auch so liebe Außendienstler, die sich konsequent weigern, irgendwo hin zu fahren, ehe nicht irgendwas geschehen ist.... "Nein, bevor ich die neu gestaltete Visitenkarte nicht hab, nehm ich keine Termine wahr. Die alte ist häßlich"

Da ist das Problem mit der Terminlegung für Außendienstler, das dem Innendienst obliegt, eigentlich gaaaaanz easy, eine Bagatelle sozusagen: "Ich fahr immer Dienstag bis Donnerstag,an keinen anderen Tagen, aaaaber in Woche x fahr ich Montag und Freitag, Woche y fahr ich Donnerstag und Freitag, Woche z fahr ich am Montag, Woche a fahr ich nur Dienstag und Mittwoch geht nie, nur in Woche c, sonst nie."


Sind doch alles nette Leute, mit denen man so zu tun hat, oder?


Edit: Nein, das entspringt nicht meiner Phantasie, das sind alles reale Vorkommnisse

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