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Sonntag, 31. Januar 2010

In geheimer Mission (ein nicht ganz ernstzunehmender Bericht über die NoKo Seefeld 2010)

Wichtige Information vorab: Generell gilt: Wer die Ironie findet, darf sie gern behalten...






Wie hinlänglich bekannt, ist es bald soweit, nicht das Christkind, aber immerhin Olympia steht vor der Tür. Überall wird bereits heimlich gewerkelt und trainiert um dort ja der erste und beste zu sein. Natürlich voll geheim und so. Und genau das macht neugierig...Gerüchten zu folge soll in S i T sogar ein ganz geheimer Wettbewerb mit Springen und Laufen stattfinden- Grund genug für die todesmutigen Agentinnen N aus M und E aus I, dort mal vorbeizuschauen, um vielleicht ein paar Geheime Tricks zu erfahren und einen leichten Vorgeschmack darauf zu erhalten, was bei Olympia so los sein könnte. Immerhin ist es international hochrangig besetzt. Neben den etwas unbekannteren Österreichern haben sich auch die durchaus weltbekannten Wintersportnationen Indonesien, Tuvalu, Vanuatu, Kenia, Venezuela, Mexico, Thailand, Cabo Verde, Island,...um nur einige zu nennen, ihre Teilnahme angekündigt. Favoriten für diesen internationalen Trainingswettbewerb sind Nasi Zink, Come Zruck, J-T Smid-Smid, um nur einige zu nennen. Hier ein Bericht über das ganz geheime Geheimtreffen - und das Geheimnis der Stars aus der Sicht von Agent E aus I.



Datum:30.1.2010.

Tagwache: 6Uhr.

Schneegestöber und ungeräumte Straßen schon in I. Schon hier zeigte sich die Richtigkeit des Plans, die Anreise nach Seefeld mit dem Zug vorzunehmen. Kälte, Schnee, Wind. Dafür aber, quasi als „Gegenleistung“ der erste freundliche Schaffner seit Erfindung der ÖBB. Warum er aber mit mir permanent reden mußte... Keine Ahnung. Ich habs jedenfalls bereut (oder so in der Art), daß ich mein Buch von Anne Holt „Der norwegische Gast“ (sehr empfehlenswert) schon fertig gelesen hatte. Die Szenerie hätte nur zu gut in die Realität gepaßt – Zug in Schneewehe auf rund 1200 Metern, welcher im Buch dann auch entgleist, was 2 Morde nach sich zieht... und das auf einer Schneestrecke die auf 1200Meter führt.. Ja, ich weiß, ich habe einen schrägen Humor, ich hab auch im Nachtzug nach Neapel „Mord im Orientexpreß“ gelesen. Die Kälte – abschreckend. Aber: Wir stehen das durch, und wenns das letzte ist, was wir in diesem Leben tun!

Zeit: 8:45

Ort: Seefeld in Tirol.

Kälte, Schnee.

Die Agentinnen treffen ein. Dick eingemummelt in „Tarnkleidung“ bestehend aus Jeans, Winterjacke, robusten Schuhen. Einfach wie normale Fans halt so aussehen, bloß nicht als Agentinnen auffallen... Und natürlich (wie gesagt, man will ja nicht auffallen) zu Fuß zur Location... Bloß nicht auffallen. Das ist das oberste Gebot! Am Weg zu Schanze und Loipe – ein freundliches „Guten Morgen“, von N und E natürlich erwidert. Erst nach etwas Zeit (ja so früh am Morgen ist das Hirn halt noch nicht so fit) checkten die Agentinnen: es war Mario Stecher...

Erste Station Eintritt. Natürlich nicht mit Akkreditierung, wär ja auch viel zu auffällig, sondern ganz normal. Wenngleich auch mit "TT-Clubkarte 1+1 Gratis (soooo brauchen wir ihnen das Geld nun auch wieder nicht zu schenken). Platz eingenommen – direkt an der Bande, ääääääääh, pardon, dem Netz, wo alle Athleten nach dem Sprung vorbeikommen, und diesen „Ausgestattet“ mit Fanfahnen und Grußbotschaften in die große, weite Welt... Los ging’s mit Probedurchgang, bei dem nicht nur brav Autogramme gesammelt wurden, sondern der auch von einem schweren Sturz von T.E. del Mann überschattet wurde. An der Stelle Gute Besserung!!! Stichwort „Autogramme“: die wurden nicht nur beim Probedurchgang sondern auch beim Wettkampfdurchgang gejagt, was sich teilweise sehr amüsant gestaltete, hatte doch E ein Grußschild an ihre Nichte mit, die am Samstag den 10 Geburtstag feierte. Die Kommentare dazu reichten von „aaaaah, italiana propria“ *breitstrahl* von Giuseppe Michielli über „Was ischn Martina“ von Willi Denifl bis zu stoischem Schweigen von... den meisten Die Große dürfte sich trotz mangelnden Kombi-Interesses wohl doch freuen... Wetterlage zu diesem Zeitpunkt: Windig. Schnee. Kalt. Die Zeit zwischen Springen und Langlauf wurde sinnvoll genutzt, um sich Punkt a) aufzuwärmen und Punkt b) mit Essen vollzuschlagen. Schließlich braucht so eine geheime Beobachtung Kraft und Energie. Und mit Nix-Essen könnte man sich höchstens mit jenen Vertretern der nordischen Sportarten messen, die gegenpolar zu südlich kombinieren, dabei aber den Langlauf auslassen und um bessere Resultate zu erzielen auf jegliche Nahrungsaufnahme etwas festerer Konsistenz als Wasser sie hat, verzichten. Also gut, Eßlokal – unter Insidern auch bekannt, als „das schnellste Restaurant der Welt“ – durchschnittliche Wartezeit auf Essen gefühlte 120 – nein, nein, nicht Sekunden, sondern das 60fache davon. Diesmal allerdings etwas aus dem Rahmen fallend – es waren gefühlte... 100. Danach, wie bereits erwähnt – auf zum Langlauf. 10km durch – genau, erraten: Kälte. Schnee. Wind. Nichtsdestotrotz, er entwickelte sich zu einem extreeeeeeeeeeeem spannenden Showdown zwischen Azogu Olama, Siliwinku Makujo und Diego Cruz, welcher zwar auf der Zielgerade ins Straucheln geriet, Olama mitriß, was aber Makujo so überhaupt nicht nutzen konnte...weil er aus Solidarität mit den anderen einfach auch Bekanntschaft mit dem Seefelder Schnee (und der Kälte) schließen wollte und sich in diesen warf, dabei auch ein paar nacfolgende Athleten zu Sturz brachte. Die Überraschung folgte auf dem Fuß. Der bis dahin weit hinten liegende E.Ric Frenzelinho aus Brasilien siegte... wie schön für ihn *mal ne Runde freu* (muß auch sein) vor Nasi Zink und Wasabi.- Aki oder so in der Art. Finger, Nase, Zehen, Beine der Agentinnen waren zu diesem Zeitpunkt bereits nur noch nominell vorhanden... Der Versuch, Richtung Bahnhof zu kommen war dennoch erfolgreich, ebenso wie der, nach Hause zu gelangen. Wie ich es allerdings unter die Dusche geschafft habe, ist mir noch immer ein Rätsel....

Survived!

An der Stelle noch mal herzlichen und verbindlichen Dank an die SMS-Services aus der Allianz Arena. Seid Euch meines immerwährenden Dankes sicher *knutscha*



Datum: 31.01.2010

Tagwache: Menschliche Zeit, daher nicht extra erwähnenswert.

Aufwachen. Ich spüre meine Beine nicht. Nein, ich spüre sie nicht. Sie sind noch da, aber nicht mehr zu spüren. Muskelkater in seiner reinsten (und schmerzhaftesten) Form. Trotzdem – frau quält sich aus dem Bettchen... Nach Kirche schnell heim umziehen und ab zum Bahnhof. Agentin E. aus I hat mittlerweile jegliche Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen verloren, sie ähnelt eher einem Cobra-Beamten im Einsatz.. Bewegungsfreiheit gleich 0,0 vor allem bedingt durch noch eine Schicht mehr. Im Zug die „angenehme“ Überraschung – der gleiche Schaffner wie am Vortag und noch dazu ausgestattet mit der gleichen Redseligkeit – ebenfalls wie am Vortag... Und er ließ sich auch von MP3Player und Handy nicht wirklich abschrecken.... (ich hatte übrigens, auch analog zum Vortag, die Sehnsucht nach meinem Buch.. ja, genau, nachdem vom Zug im Schnee). Und dann wurde der zug, will heißen, daß Abteil, gerockt – „Mir san mir“ auf Anschlag, dazu rhythmisch (mein Rhythmusgefühl hat noch jede Klavierlehrerin zur Verzweiflung gebracht) mitgeshakt. Da haben auch die etwas irritierten Blicke der Mitpassagiere nicht gestört, über so was steht ein Bayernfan drüber.Ich mußte ja seeeeeeeeeehr an mich halten, nicht noch auf die Bänke zu steigen und mitzuhüpfen bzw – tanzen. (also falls mal wer mit mir zu „Mir san mir“ unrhythmisch tanzen will – nur zu und melden) In Seefeld selbst dann – zwar strahlend blauer Himmel und verhältnismäßig angenehme Temperaturen. Die Freude war groß, was sich dann aber, nach dem Mittagessen, als Trugschluß rausstellen sollte. Kälte. Wind. Windabkühlungsfaktor – unendlich riesig. Gefühlte -20 Grad, mindestens. Da helfen nur – warme (äh, pardon, schöne) Gedanken und... anfeuern. Da wir etwas früher als nötig an der Loipe waren, waren bis zu Wettkampfstart weder Beine noch Arme noch Finger vorhanden. Ansonsten aber gings uns gut – die Stimmung war riesig, wir auch in Höchstform, also... Der Lauf im Vergleich zum Vortag ein aaaaaaaaaaabsloulter Langweiler. Keine Action, keine Überholduelle, gaaaaaaaar nix. Also Fadesse pur. Wäre da nicht.. Azogu Olama inklusive seines kongenialen Partners Diego Cruz. Verdaddeln sie doch glatt im Doppelpack die 5minuten Vorsprung-Führung auf den unbedeutenden Rest der Welt... Aus Solidarität beschloß Siliwinku Makujo, das Rennen daraufhin aufzugeben...Und so siegte Nasi Zink aus Indonesien vor E.Ric Frenzelinho dem Brasilianer und einem aus dem nichts kometenhaft aufgetretenen Italiener Alessandro Pittin... Wie ich es da geschafft hab, dem passierenden Italiener nachzurennen, um ihn abzulichten – fragt mich nicht...meine Beine waren – siehe Oben – schon längst nicht mehr vorhanden.

Um 17.15 gings wieder heim, mit, welch Überraschung, dem Schaffner von.. eh schon kennen.... Zu Hause angekommen, kurze Kontrolle: Zehen, Nase, Finger sind noch vorhanden... Frostbeulen erträglich klein. Und die Vorfreude auf Seefeld 2010 riiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeesengroß.

Verdammt, wir leben noch! (wie verdammt die Tatsache ist möge der geneigte Leser selbst entscheiden und mir gegebenenfalls mitteilen)

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